Harmlos oder gefährlich ?
Was hier in einem Stück devonischen
Hornsteins (Rhynie Chert, ca. 400 Mill. J.) gefährlich aussieht, ist nur eine
harmlose Kombination fossiler Objekte unklarer Zuordnung.
Gefährlich ist im gleichen Fundstück der Fangzahn eines räuberisch lebenden spinnen-artigen
Tieres aus der Gruppe der Trigonotarbiden, wahrscheinlich
Palaeocharinus rhyniensis.
Bildbreite 1,2 mm
Fundstück Rh9/58.1, 0,21 kg
2004 gefunden
Dieser Zahn ist vermutlich ein kaum abgenutztes Exemplar, denn er ist
spitzer als die bei www.abdn.co.uk und anderswo abgebildeten.
Einem unwahrscheinlichen Zufall ist es zu verdanken, dass beim Auftrennen eines Fundstückes
von 2003 (lRh7/10.2, 0.23kg) die ohne Kenntnis des Inhaltes gewählte Schnittfläche nahezu gleich der Symmetrieebene des Trigonotarbiden ist, so dass das Tier
in voller Länge (ca 10mm) auf der Schnittfläche erscheint, siehe
Rhynie Chert News 9.
Schnittfläche und Symmetrieebene sind dort offenbar so angeordnet, dass man auf der Schnittfläche
zwei hintereinanderliegende "Buchlungen" sieht, aber nicht den Fangzahn.
Das Vorhandensein dieses Räubers beweist, dass es damals neben
Wassertieren (Kleinkrebse etc.) auch Tiere gab, die samt ihrer Beute auf dem Trockenen lebten.
H.-J. Weiss
2026
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