Fraßloch in der Sporangienwand von Aglaophyton
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Erstes BILD - Text für SEHBEHINDERTE: Fraßloch

Bildbreite 8 mm     Fundstück Rh2/98.1     erhalten von SHANKS in 2003.

Anscheinend gibt es "gegenwärtig keinen überzeugenden Nachweis für pflanzenfressende Gliederfüßer im Ökosystem von Rhynie" [1].
Deshalb ist es ratsam, jeden Hohlraum in fossilen Pflanzen im Rhynie Chert zu beachten. Dieser Querschnitt eines Sporangiums, Außendurchmesser 6mm, lässt wesentliche Einzelheiten erkennen: Die äußerste Wand, 0.2mm dick, bekannt als "Palisadenwand", ist links deutlich zu sehen, rechts weitgehend zerfallen. Bemerkenswert ist der in die 0.6mm dicke dunkle Innenwand gefressene Hohlraum mit Resten des sporenbildenden Gewebes (?) und Sporen an der Innenseite des hohlen Sporangiums.

ZWEITES BILD - Text für SEHBEHINDERTE: zoom ins Fraßloch
Der Hohlraum in der dunklen Innenwand sieht nicht aus wie der Zugang eines Sporenfressers in das Innere der Sporenkapsel, sondern wie das Ergebnis der Aktivität eines Pflanzenfressers, der durch ein hier nicht sichtbares Loch in der Außenwand eingedrungen war, um das Gewebe der Innenwand oder sporogenes Gewebe samt unreifer Sporen zu fressen. Das kann als Beleg für Pflanzenfressen im unter-devonischen Lebensraum von Rhynie gedeutet werden. Anscheinend waren lose Sporentetraden in den wassergefüllten Hohlraum gelangt, bevor alles zu Hornstein verkieselte.
























H.-J. Weiss 2026

[1] J. A. Dunlop, R. J. Garwood (2017): Terrestrial invertebrates in the Rhynie chert ecosystem.
Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences 373.

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